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Mykonos, die griechische Mittelmeer-Insel ist das perfekte Urlaubsziel. Auch für die wohlhabende Familie Pontagnac, die dort eine Villa in malerischer Lage besitzt. Doch als sich die Familienmitglieder dort mehr oder minder zufällig treffen, ist kein Hauch von Urlaubsstimmung zu spüren. Durch eine seltsame Nachricht zusammengetrommelt, weiß keiner von ihnen den wirklichen Grund für sein Kommen. Während die Truppe auf Aufklärung wartet, taucht plötzlich eine unbekannte Frau auf. Sie behauptet, hier wohnen zu dürfen und nistet sich schnell in die angebliche Familienidylle ein. Eine Idylle, die wohl nur Fassade ist - und diese beginnt schnell zu bröckeln. Denn bald stellt sich heraus: hier hat jeder seine kleinen Geheimnisse, und die Fremde scheint das Ziel zu haben, diese ans Licht zu bringen - um sie gezielt gegeneinander auszuspielen. Schnell spielt jeder gegen jeden, und als dann auch noch eine gehörige Menge Drogen ins Spiel kommen, ist schnell klar: dieses Spiel kann nicht gut ausgehen...
Denn hinter diesen Drogen ist auch eine Gruppe griechischer Dealer her, die sich bald einmischt. So beginnt der Film dann auch. In Rückblenden erfährt man im Anschluss, was alles passiert ist. Eine in Brandl-Filmen gern gebrauchte Erzählform, die durchaus ihre spannenden Momente bietet. Ansonsten ist die Geschichte jedoch eher routinierte 
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Thriller-Unterhaltung. Die Story hat zwar ein paar geschickte Wendungen auf Lager, Genre-Fans dürften die eine oder andere aber möglicherweise vorhersehen können. Ein Problem ist das aber nicht, denn die Stärken des Films liegen sowieso woanders. Zum einen ist es die für einen Indie-Film gigantische Kulisse, die ein ums andere Mal begeistert. Allein der Ausblick von der Villa passt auf jede Postkarte!
Die Bilder sind aber nicht nur schön anzusehen, sondern tragen auch viel zur Atmosphäre des Films bei. Man kann die Hitze förmlich spüren, und damit auch die Hitze des Gefechts, 
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das die Protagonisten miteinander führen. Die Waffen sind dabei Worte und die Kunst der Verführung. Denn wenn die unbekannte Schönheit anfängt ihre männlichen "Opfer" um den Finger zu wickeln, bietet der Film eine gehörige Portion Erotik. Die wirkt dabei erstaunlich ungezwungen, genauso ungezwungen wie das Spiel des gut aufgelegten Casts. Da mag man gar nicht glauben, dass der Film fast komplett bei einem 9-tägigen Drehmarathon auf Mykonos entstanden ist. Da herrschte bei der Crew dann wohl genauso wenig Urlaubsstimmung wie im Film...
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