The Captain

 

Science-fiction-Film, 2015-18

 

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Dauer: 101 Minuten (Farbe)

Regie: Helmut Brandl

Drehbuch: Helmut Brandl

Kamera: Helmut Brandl

Schnitt: Helmut Brandl

Musik: Elemental Child & Frankie Kay, Rene Bidmon

Release: 06.05.2018

Produktionsdauer: 107 Wochen

Freigegeben ab 12 Jahren

 

Darsteller: Matthias Sigl, Florian Parzer, Claudia Leonhart, Günther Brandl, Peter Eherer, Monika Brandl, Martin Eherer, Kerstin Seitz, Frank von Puch, Andrea Adam, Christiane Allinger, Claudia Lorenz, Helmut Brandl, Pankraz Jekal, Stefan Mühlbauer, Phillipp Kölbl, Romy Glasel, Christian Meilhammer, Kirsten Hidalgo, Truc Pham, Michaela Bassing, Uwe Choroba, Mike Blankenburg, Andreas Barthel, Felix Pullmann, Theresa Kaboth, Nils Kaboth, Mike Donderer, Alois Brandl, Thomas Schäffler, Jose Hidalgo u. a.

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"Photonentriebwerk bereit zur Zündung!" (Kultspruch vor dem Start der Comet)

 

 

Die Kult-Serie kennt wohl jeder. Die Abenteuer des charismatischen Weltraum-Captains, der in der Galaxis für Recht und Ordnung sorgt, flimmerte in den Achtzigern durch wohl fast jedes deutsche Kinderzimmer. Und auch danach ist sie bis heute Kult geblieben. Und als man bei den Brandls angekündigt hatte, einen Fanfilm zu diesem Stoff machen zu wollen, dürfte so manch einer an einen Aprilscherz gedacht haben... Wobei solche Projekte bei Brandl Pictures durchaus Tradition haben, so manch bekannte Figur fand bei den Indi-Filmern ja schon den Weg auf die Leinwand.

Doch einen reinrassigen Science-fiction-Film im Independentfilmbereich auf die Beine zu stellen, dazu noch mit einer konkreten Vorlage, das war ein bislang vielleicht noch nicht gewagter Versuch im Hause Brandl. Doch das hielt Helmut - der den Film diesmal allein produziert hat - nicht davon ab, es zu versuchen. Ebenso die Tatsache, dass kaum Geld fürs Budget zur Verfügung stand, anders als bei vergleichbaren Filmen wie “Omnia” zum Beispiel. Doch das sollte von Anfang an keine Rolle spielen. “Wenn man einen Fan-Film macht, dann macht man ihn weil man Fan ist, und dann ist es egal, wie gut er wird”, so Helmut. “Die Verfilmung des Captains war einfach schon immer ein Kindheitstraum von mir...”

Um den dann zumindest halbwegs in die Tat umsetzen zu können, dafür war viel Kreativität erforderlich. Eine Studiokulisse für die kultige Comet mit einfachsten Mitteln aus dem Boden stampfen, Kostüme selbst anfertigen, oder sich aus dem Stand heraus CGI-Kenntnisse aneignen, um die für ein Weltraumabenteuer notwendigen Effekte im Alleingang umsetzen zu können - das waren nur einige der Herausforderungen. All das hat am Ende tatsächlich geklappt - dem Ergebnis sieht man dann die erschwerten Bedingungen aber selbstverständlich auch an. So sind zwar die technischen Basics solide und durchaus auf dem aktuellen Brandl-Standard, aber gerade bei den oben genannten Punkten gibt es schon starke Qualitätsschwankungen. Vor allem den digitalen Effekten - die ja einen großen Teil der Laufzeit ausmachen - merkt man in jeder Tabelllenbreite

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Sekunde an, dass hier keine Profis am Werke waren. Dennoch bewies man Mut und zauderte nicht mit echten Sci-fi-Szenen. Eine mehrminütige Raumschiff-Schlacht muss man sich z. B. mit Amateurfilmer-Möglichkeiten erst mal trauen.

Solide ist dann wiederum die Handlung. Hier war man sich von Vornherein bewusst, dass die bei so einer Adaption eher zweitrangig ist. Dennoch warten einige hübsche Story-Wendungen und es wird so viel wie möglich aus der Vorlage übernommen, oft auch nur kleine Details.

Die Story in aller Kürze: Die Galaxis wird von einem mysteriösen Terroristen erpresst. Er nennt sich Wrecker und droht damit die einzigen vier Gravium-Minen zu zerstören, Tabelllenbreite

welche für die interplanetare Raumfahrt notwendig sind. Ein Fall für den Captain und seine Crew: den Androiden Otho, den Roboter Grag und die hübsche Joan von der Space Police. Auf ihrer Jagd nach dem Oberbösewicht geraten sie dabei natürlich an jede Menge Hindernisse, darunter wildgewordene Eingeborene oder die Armee eines nur von Frauen bevölkerten Planeten...

Am Ende bleibt ein detailverliebtes ambitioniertes Fanfilmchen, das aller Ehren wert ist. Für Brandl-Freunde durchaus einen Blick wert. So manch eingefleischter Fan des Originals und jeder mit halbwegs hohen Ansprüchen sollte ihn jedoch lieber ignorieren und auf die angekündigte Hollywood-Verfilmung warten...

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Besetzung:

Hauptrollen: Captain (Matthias Sigl);

Nebenrollen: Otho (Florian Parzer), Joan Landor (Claudia Leonhart), Grag (Günther Brandl); Ezra Gurney (Peter Eherer), Herrscherin von Sihnon (Monika Brandl), Präsident Kashew (Martin Eherer), Colonel Ridley (Kerstin Seitz), Ltd. Hendricks (Frank von Puch), Senatorin Berami (Andrea Adam), Adlige von Sihnon (Christiane Allinger, Claudia Lorenz), Nassif (Helmut Brandl), Professor (Pankraz Jekal), Mr. Swaalo (Stefan Mühlbauer);

Weitere Rollen: Space Marine (Philipp Kölbl), Besitzer der Namia-Mine (Günther Brandl), Stimme von Besitzer (Helmut Brandl), Alien-Dealer (Peter Eherer, Günther Brandl, Matthias Sigl), Sekretärin des Präsidenten (Romy Glasel), Waldmenschen (Christian Meilhammer, Uwe Choroba, Heidi Choroba, Thomas Pill, Andreas Josef Greiler, Jörg Stryk, Korbinian Olzowy, Nadja Holz, Martin Faltermeier, Bernd Schmatz, Catalina, Oliver Heide, Herbert Meilhammer, Daniela Effenberger), Fems (Kirsten Hidalgo, Truc Pham, Michaela Bassing, Simone Zurbrügg, Marion Degel, Ines Grötzinger, Susanne Lagleder, Conny Brandl, Dane Pongratz, Eva Hackl, Kathrin Lagleder, Sanela Demirovic, Theresa Hackl, Bettina Berschl, Michaela Bauer), Minenbesitzer (Mike Blankenburg), Intergalaktischer Rat (Andreas Barthel, Felix Pullmann, Theresa Kaboth, Nils Kaboth, Mike Donderer, Alois Brandl, Thomas Schäffler, Jose Hidalgo, Günther Brandl, Dr. R. U. Rickmann);

Statisten-Rollen: Weitere Ratsmitglieder (Robert Makowski, Andre Albrecht, Yannic Hieber, Vince Firefly, Fancy Jones, Timo Tirado, Matthias Tausch, Gisela Brandl, Melanie Herrmann, Monika Brandl, Patrick Grahammer, Helmut Brandl), Fem-Soldaten (Romy Glasel, Claudia Lorenz), Arbeiter auf Lantorium (Günther Brandl), Energiewesen (Helmut Brandl), Wreckers Bodyguards (Helmut Brandl, Philipp Kölbl, Rick S., Alexander Treml, Jan Lorenz), Bodyguards auf Namia (Günther Brandl), Passanten in New York (Günther Brandl, Monika Brandl);

 

 

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4 FRAGEN, 4 ANTWORTEN –

DAS INTERVIEW:

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Matthias Sigl:"

 

"Bei der Schießerei konnte man so richtig die Sau rauslassen!"

Du kanntest ja sicher die Kultserie, was war dein erster Gedanke als der Helmut damit ankam, dass er das Ganze verfilmen will und du auch noch die Titelrolle spielen sollst?

Ich habe schon beim Dreh von “Unholy Ground” mitbekommen, dass der Captain das nächste Projekt von Helmut sein wird und hab da schon insgeheim etwas gehofft, dass ich dort eine etwas größere Rolle spielen könnte. Als er mich gefragt hat, den Captain höchstpersönlich zu spielen, habe ich mich natürlich riesig gefreut und musste auch nicht lange überlegen.

Erzähl mal von den Dreharbeiten, was war schlimm, was besonders schön?

Die Dreharbeiten waren lang. Wir haben schon fast eineinhalb Jahre gedreht. Es gab auch den ein oder anderen Drehtag, der sehr lang war. Aber der schlimmste Tag war im Schnee, so extrem gefroren habe ich noch nie, zum Schluss waren meine Haare sogar gefroren. Schöne Drehtage gab es natürlich auch viele, wir hatten immer viel Spaß am Set. Aber für mich der beste, das war der Dreh der Schießerei am Ende des Films. Man konnte mal so richtig die Sau raus lassen.
Nachdem der Dreh abgeschlossen war, hat es ja gut zwei Jahre gedauert, bis der Film fertig wurde. Hast du zwischenzeitlich schon mal gedacht, das wird nix mehr?
Zwischenzeitlich habe ich schon mal gedacht, dass der Film vielleicht nicht mehr fertig wird. Aber man muss auch bedenken, dass Helmut den in seiner Freizeit geschnitten hat und sogar Filme wie “Star Wars” ein Jahr in der Postproduktion brauchen. Und an denen schneidet ein ganzes Team hauptberuflich, daher fand ich es gar nicht so schlimm.
Wie ist es eigentlich, wenn man in einem Film mitspielt, bei dem ein Großteil der Szenen vor der Greenbox gedreht wird und man keine Ahnung hat, in welches Szenario man eigentlich reingeschnitten wird und mit wem man überhaupt redet? Macht das die Premiere noch spannender?
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn der Regisseur erst mal erklären muss, was in der Szene passiert oder was man sehen sollte. Aber man gewöhnt sich daran. Natürlich macht es die Premiere noch spannender, wenn man endlich sieht wie die Szene zum Schluss aussieht. Und man kann auch vergleichen, ob man es sich in etwa so auch beim Dreh vorgestellt hat.

 

 

 

 

 

Meinungen zum Film:

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Zum Fazit

Hier handelt es sich um eine Einschätzung von uns selbst, die in erster Linie als Einordnung der Filme untereinander dienen soll.

Unterhalb wird für die fünf Kategorien das Maß des Vorkommens mit ein bis drei Punkten beziffert.